Neues aus dem Gemeinderat, Juli 2026
30. Juli 2026
Bevor es in die Sommerferien geht, kommt ein Bericht über gleich zwei Sitzungen des Gemeinderats im Juli:
Jahresrechnung für das Haushaltsjahr 2024 der Gemeinde Seefeld
Mit dem positiven Bericht des Rechnungsprüfungsausschusses konnten das Haushaltsjahr 2024 einstimmig beschlossen und der Bürgermeister und die Verwaltung entlastet werden. Nach langjähriger Arbeit hat der Rechnungsprüfungsausschuss damit den zeitlichen Rückstand der zu prüfenden Haushaltsjahre fast beendet. Wesentliche Verbesserungsvorschläge des Ausschusses betreffen die Einführung von Projektkennzeichen um die Kosten von Bau- und anderen Projekten leichter verfolgen zu können, da diese sich oft auf mehrere Kostenstellen verteilen. Außerdem wird vorgeschlagen, die Förderung der Vereine transparenter zu gestalten.
Geschäftsordnung für den Gemeinderat für die Amtszeit 2026 bis 2032
Neuerungen betreffen die Bekanntmachungen, die verbindlich jetzt online erfolgen und auch zu Informationszwecken noch an Gemeindetafeln, die auf je zwei in den Hauptorten und je eine in den kleinen Ortsteilen reduziert werden. Weiterhin wird die Möglichkeit von Hybridsitzungen des Gemeinderats eingeführt, so dass bis zu fünf Gemeinderäten eine online-Teilnahme an der Sitzung möglich ist. Die Bürgerfragen wurden jetzt in die Geschäftsordnung aufgenommen und eine zeitliche Begrenzung von 3 Minuten je Frage eingeführt.
Hauptstraße Seefeld - Gehweg und Bushaltestelle bei der ehem. Schlossapotheke
Der sehr schmale Gehweg an der Ecke Hauptstraße/Hubertusstraße wird noch in diesem Jahr verbreitert, die Arbeiten wurden vergeben. Kritisch anzumerken ist, dass nicht nur eine Reihe von Parkplätzen in dieser Geschäftsumgebung wegfällt, sondern auch der Gehweg in für Seefeld untypischer Breite von 2 m geplant wurde. Eine Reduktion auf 1,50 bis 1,80 m war nicht mehr möglich, da dies für den Förderbescheid schädlich gewesen wäre. Es ist zwar gut, dass die Engstelle für die Fußgänger beseitigt wird, dafür erhalten wir eine Engstelle für den Bus- und Lastverkehr. Nach Ansicht der FDP wäre ein besserer Ausgleich der Interessen möglich gewesen. Ausdrücklich zu begrüßen ist die Verlegung der Bushaltestelle in Richtung Altes Rathaus. Die FDP regte an, noch Platz für ein Bushäuschen zu finden, damit die vielen Fahrgäste an dieser Stelle besser vor Wind und Regen geschützt sind.
Straßenbeleuchtung Steebstraße
Es wurde beschlossen, mehr Straßenlaternen in der Steebstaße aufzustellen. Das Bayernwerk schlägt neun neue Leuchten zum Preis von fast 40.000€ vor. Es wurde angeregt, zur Reduzierung der Kosten (soweit möglich) die vorhandenen Leuchten zu belassen und durch ca. fünf neue Laternen zu ergänzen.
2. Änderung des Bebauungsplans "Starnberger Straße" in Drößling
In diesem Bebauungsplan im Mischgebiet war für ein Grundstück gewerbliche Nutzung vorgeschrieben, die aber schon historisch nicht ausschließlich gegeben war. Wegen anderer Gewerbebauten im Umfeld konnte diese Beschränkung unter Erhalt des Mischgebietscharakters entfallen.
19. Änderung des Flächennutzungsplans (Oberfeld II)
Für die vor einem knappen Jahr beschlossene Änderung des Flächennutzungsplans im Bereich Oberfeld/Inninger Straße waren die Anregungen und Hinweise der Öffentlichkeit und der befassten Behörden zu behandeln. Die Festlegung eines "Sondergebiets Einzelhandel" im Teilbereich an der Inninger Straße stieß bei einigen Einwendungen auf Kritik. Dies bedeutet, dass dort Einzelhandelsgroßprojekte mit mehr als 1200 m² Verkaufsfläche möglich sind. Um den mühsam erkämpften Nahversorger in der Hauptstraße in Seefeld nicht zu gefährden, erscheint das auch der FDP als zu umfangreich. Eine Supermarktgröße, die der Versorgung von Hechendorf dient, erachten wir für ausreichend und haben daher den Verzicht auf das Sondergebiet beantragt. Letztlich ist eine schwierige Beschlusslage entstanden, denn der Abwägung zu Gunsten des Sondergebiets wurde zugestimmt, der Flächennutzungsplan insgesamt jedoch bei Stimmengleichheit abgelehnt. Es bleibt zu hoffen, dass eine Lösung gefunden wird, die beiden Interessenslagen gerecht wird.
Planerbeauftragung Erneuerung Wasserrecht Hechendorf - Neuhoffweg
Die Verwaltung machte den Vorschlag, statt der erforderlichen Tektur des Wasserrechts nach den Maßnahmen im Neuhoffweg sinnvollerweise gleich die 2029 ohnehin erforderliche Erneuerung des Wasserrechts in Angriff zu nehmen. Dies wurde einstimmig beschlossen.
Niederschlagswasserbeseitigung - Flächenermittlung zur Einführung der Niederschlagswassergebühr
Derzeit gibt es in Seefeld für die Einleitung des Niederschlagswassers in das Kanalsystem keine Gebühr, so dass nicht verursachergerecht abgerechnet werden kann und der Gemeinde somit Einnahmen fehlen. Die Übergabe des Kanalnetzes für das Niederschlagswasser samt der Instandhaltung und Gebührenabrechnung an die AWA-Ammersee Wasser- und Abwasserbetriebe (AWA) ist bereits beschlossen. Zur Vorbereitung dieser Übergabe ist die Ermittlung der betroffenen versiegelten Flächen und die Erstellung einer Einleitungs- und Gebührensatzung erforderlich. Diese Aufgabe wurde nun einstimmig an ein Fachbüro zu Preis von fast 60.000 € vergeben. Auf viele Grundstücksbesitzer kommt also eine neue Einleitungsgebühr zu.
Asphaltierung Drößlinger Straße (Teilstück)
Im Bereich der Walddurchfahrt ist die Straße von Oberalting nach Drößling ziemlich schadhaft. Dieses Teilstück von etwa 220 m Länge soll nun neu asphaltiert werden. Die Kosten dafür belaufen sich auf gut 62.000€.


